Schulbau in Eutin
CDU-Fraktion freut sich über den
Erhalt der drei Schulstandorte in Eutin
Eutin getroffenen Grundsatzbeschluss zur zukünftigen Entwicklung der Schullandschaft in Eutin. Denn: Damit ist der Erhalt aller drei bestehenden Schulstandorte verbunden. Nach Jahren intensiver Diskussionen, wechselnder Planungen und wiederholter Neuorientierungen haben die Beratungen zwischen den Fraktionen nun eine sehr gute Grundlage für die weitere Entwicklung der Eutiner Schulen geschaffen.
Kern des Beschlusses ist der grundsätzliche Erhalt der drei bestehenden Schulstandorte. Veränderungen ergeben sich einzig durch die Zusammenführung der Klassenstufen 5 und 6 der Wilhelm-Wisser-Schule mit den übrigen Jahrgängen am Standort „Berg“ sowie durch den gemeinsamen Schulstandort der Albert-Mahlstedt-Schule, des Förderzentrums Papenmoor und der Außenstelle der Gustav-Peters-Schule am Standort „Am Kleinen See“. Damit bleibt die Gustav-Peters-Schule auf absehbare Zeit an allen bisherigen Standorten erhalten.
„Wir haben in den vergangenen Monaten intensiv miteinander gerungen. Dabei ist uns als CDU eine klare Perspektive wichtig, an der sich Lehrer, Eltern und Schüler orientieren können“, sagt CDU-Fraktionschef Matthias Rachfahl am Mittwoch in Eutin. Nach dem Beschluss könne sukzessive mit den konkreten Planungen und der Umsetzung begonnen werden. Die Eutiner Stadtvertretung befasst sich am 2. November mit dem Grundsatzbeschluss.
Die CDU-Fraktion sieht in dem Beschluss ihre wichtigsten Kriterien umgesetzt, um die gewachsene Struktur der Eutiner Schullandschaft langfristig zu sichern. „Kleinere und wohnortnahe Schulstandorte bieten aus unserer Sicht wichtige Vorteile für die
Schulgemeinschaften und ermöglichen kurze und sichere Schulwege“, so CDUStadtvertreter Tom Düwel.
Zugleich schafft der anstehende Beschluss einen Ausgleich zwischen pädagogischen, städtebaulichen, finanziellen und organisatorischen Anforderungen. „Unser Ziel bleibt im Rahmen der jetzt festgelegten Leitplanken unumstößlich eine Lösung, die diesen unterschiedlichen Anforderungen gerecht wird und langfristig tragfähig ist“, so Rachfahl.
Mit dem Beschluss wird zudem eine konkrete Umsetzungsreihenfolge festgelegt. Zuerst soll der Standort „Berg“ baulich erweitert werden, damit die Klassenstufen 5 und 6 der Wilhelm-Wisser-Schule dort mit den übrigen Jahrgängen zusammengeführt und weitere notwendige Raumkapazitäten geschaffen werden können. Auch die dortige Sporthalle soll durch einen Neubau ersetzt werden. Anschließend soll der Standort „Am Kleinen See“ baulich neu geordnet werden. Dort sollen künftig die Außenstelle der Gustav-Peters-Schule, die Albert- Mahlstedt-Schule, das Förderzentrum Papenmoor sowie eine neue Dreifeldsporthalle Platz
finden. Abschließend soll der Standort „Berg“ baulich weiterentwickelt werden.
„Für uns war entscheidend, dass aus der Schulentwicklungsplanung endlich auch Schulbau wird. Deshalb haben wir auf konkrete Umsetzungsschritte gedrängt“, so Rachfahl und Düwel weiter. „Unsere Schulen brauchen keine weiteren Grundsatzdiskussionen, sondern eine verlässliche Perspektive. Deshalb ist es richtig, die notwendigen baulichen Maßnahmen jetzt schrittweise umzusetzen.“
Gleichzeitig betonen Rachfahl und Düwel die CDU-Fraktion, dass ein Schulbauprogramm dieser Größenordnung einen verantwortungsvollen Umgang mit den finanziellen Möglichkeiten der Stadt erfordert. Die schrittweise Umsetzung soll daher versichern, dass die erheblichen finanziellen Belastungen für den städtischen Haushalt planbar und tragbar bleiben.
Auch bei der konkreten baulichen Umsetzung finden sich im gefassten Grundsatzbeschluss wesentliche Anliegen der CDU wieder: „Schulen verändern sich heute deutlich schneller als früher. Ein Schulgebäude muss deshalb nicht nur den heutigen Anforderungen entsprechen, sondern auch auf veränderte pädagogische Konzepte und demografische Entwicklungen reagieren können“, so Rachfahl. Und Düwel ergänzt: „Bei den anstehenden Investitionen
kommt es darauf an, mit Augenmaß vorzugehen und ausreichend Flexibilität für die Zukunft zu erhalten.“
Die CDU hebt zudem das konstruktive Miteinander der Fraktionen hervor. „Auch wenn wir in einzelnen Punkten unterschiedliche Vorstellungen hatten, waren die Gespräche durchgehend von dem gemeinsamen Interesse geprägt, eine tragfähige Lösung zu finden. Das war bei diesem Thema nicht selbstverständlich“, so Tom Düwel. Die CDU-Fraktion danke für die stets vertrauliche und sachliche Zusammenarbeit. Das habe wesentlich dazu beigetragen, einen gemeinsamen Weg für die Zukunft unserer Schulen zu finden.
In dem beschlossenen Kompromiss sieht die CDU-Fraktion wesentliche Punkte ihrer
bisherigen Position umgesetzt. Rachfahl: „Wir haben uns in den Gesprächen an
verschiedenen Stellen bewegt, konnten aber gleichzeitig zentrale Anliegen einbringen. Mit dem Kompromiss und den festgelegten Leitplanken können wir als CDU daher gut leben.“
Nun soll der Blick nach vorne gerichtet werden. „Wir wollen uns darauf konzentrieren, die notwendigen Maßnahmen tatsächlich umzusetzen. Dafür sollen schnellstmöglich die Planungen für den ersten Umsetzungsschritt eingeleitet werden“, so Matthias Rachfahl abschließend.
DEN KOMPLETTEN GRUNDSATZBESCHLUSS FINDEN SIE UNTER DOWNLOAD